Mädchen, sagt man, sind nicht so aggressiv wie Jungs. Das stimmt meiner Erfahrung nach. Ebenso haben Jungs einen höheren Werkzeugtrieb nach Bewegung. Das kommt daher, weil früher Bewegung gebraucht wurde, um Erfolge zu haben. Denken Sie nur an Kämpfe mit Rivalen, Gegnern, Tieren.
Das ganze menschliche Geschlecht ist schon vom Körper her mehr auf Bewegung ausgelegt. Männer haben mehr Muskeln, reagieren sensibel auf Stesssituationen, bedienen sich eher dem logischen Denken, um so Situationen schnell einordnen zu können. Frauen dagegen sind biologisch eher auf ihre Aufgabe als Mutter vorgesehen. Sie haben einen höheren Körperfettanteil, so dass die Versorgung des ungeborenen Kindes als auch des gestillten Kleinkindes sicher gestellt ist.

Bei Männern ist meistens sowohl der Aggressionstrieb als auch der Sicherheitstrieb besonders ausgeprägt.

Bei Frauen dominiert dagegen der Bindungstrieb. Aber auch hier ist der Sicherheitstrieb ganz deutlich ausgeprägt. Eine besondere Rolle kommt bei Mädchen inzwischen dem Nahrungstrieb zu. Viele Mädchen zerstören aufgrund von psychischen Prägungen einen normalen und gesunden Nahrungstrieb.
Beide Geschlechter sollten sich ihrer biologischen Prägung bewusst sein und Rücksicht darauf nehmen. Jungs müssen raus, Sport machen, sich im Wettstreit behaupten lernen. Für Mädchen ist das zusammen sein mit anderen sehr wichtig. Beiden gemein ist die Neugier auf Unbekanntes. Wenn man den natürlichen Drang zu lernen nicht unterdrückt und kaputt macht, lernt jedes Kind gerne und im Rahmen seiner geistigen Fähigkeiten erfolgreich.
Aber genauso ist es für Mädchen und Frauen wichtig und befriedigend Erfolg zu haben und Sinnhaftigkeit zu Erleben. Denn wer ist nicht gerne der Beste oder erfolgreich in etwas. Und umgekehrt ist es für Jungs wichtig mit anderen zusammen zu sein. Wie sonst lassen sich Freundschaften oder sogar Banden erklären. Hier erfahren die Jugendlichen nicht nur die Befriedigung der Bindung, sondern sind auch wichtig für das Wohl der Gruppe.
Triebe und ihre Befriedigung sind also wichtig. Doch es liegt an uns und unserer geistigen Stärke auf welche Art wir sie befriedigen. Wir leben schließlich nicht mehr im dunklen Mittelalter sondern in eine hochtechnisierten, anspruchsvollen und vollen Welt. Das Auto beispielsweise als Waffe zu benutzen oder sich an einer Kassenschlange vor zu drängeln, zeigt höchstens das derjenige rein Triebgesteuert und nicht die geistige Reife hat sich zu kontrollieren. Denn weder fühlt er sich nach der Autofahrt befriedigt, noch hat er den Kampf gegen das davonlaufende Essen gewonnen oder jemand anderem die Beute abgejagt.